Unser Verein

Unser Verein wurde 1972 in Benediktbeuern als Hundefreunde Bad Tölz und Umgebung gegründet. Nach einigen Zwischenstationen fand man ein geeignetes Gelände hinter den Senderanlagen von Holzkirchen. Mit einem enormen Einsatz der damals noch wenigen Mitgliedern wurde das Trümmerfeld der im Krieg zerstörten Flughalle begehbar gemacht. Der Kuhstall des daneben liegenden Schwägerlhofes sollte als Vereinsheim dienen. Auch hier war tatkräftige Mithilfe von Mitgliedern und Gönnern gefragt, denn der Stall war voll mit kniehohem Mist, der stinkend vor sich hinrottete. Nachdem alles in hunderten von Arbeitsstunden, aber mit möglichst geringem finanziellen Aufwand einigermaßen hergerichtet war, konnte das Training beginnen.

Schon bald starteten die ersten Mitglieder der Hundefreunde Oberland, wie sie jetzt hießen, auf oberbayrischen bzw. bayrischen Meisterschaften im Schutzhundesport. Außerdem wurde ein Pokalwettkampf ins Leben gerufen,der damals zu den größten Mannschaftswettkämpfen im Hundesport in ganz Deutschland zählte. Dieser „Große Preis vom Oberland“ mit bis zu 50 Schutzhundemannschaften war das Hundesportereignis. Eine Mannschaft bestand (und besteht auch heute noch) aus drei Führer-Hund-Teams, von denen einer in Fährte, einer in der Unterordnung und einer im Schutzdienst startete. Bis Ende des 70er Jahre hielt diese Tendenz an. Doch im Wandel der Zeit änderte sich auch die Einstellung der Hundebesitzer. Nicht alle, die mit ihrem Vierbeiner kamen, hatten den geeigneten Hund oder auch das Interesse am Schutzhundesport.

Als es Anfang der 80er Jahre dann als Alternative den Breitensport (heute Turnierhundesport) gab, war es zunächst, wie in fast allen Vereinen, nicht gerade eine gern gesehene Variante des Hundesports. Die „Alten“ (heute würde man Betonköpfe sagen) wollten eigentlich gar nichts zu tun haben mit diesen „Hupfern“. Doch der Nachwuchs blieb aus und so waren es dann teilweise nur noch eine Handvoll Aktive. Nolens volens machte man man sich Mitte der 80er Jahre dann doch Gedanken, so einen Parcours für die „Hupfer“ aufzubauen. Da aber die Erfahrung und vor allem ein Trainer fehlte, vegetierte das Ganze eher schecht als recht vor sich hin. Im Schutzhundebereich sah es auch nicht besser aus da hier –neben dem Nachwuchs- auch ein guter Schutzdiensthelfer fehlte.

Was dem Verein außerdem noch stark zu schaffen machte, waren die mit schöner Regelmäßigkeit wiederkehrenden Mieterhöhungen. Das damalige Vereinsgelände gehörte dem Bund, für den sich das Bundesvermögensamt nach Kräften bemühte, die Hundefreunde Oberland als Zitrone zu miß-brauchen (auspressen bis kein Tropfen mehr kommt). und aus dem baufälligen und völlig verwahrlosten Gebäude möglichst viel herauszuholen. Mitte der 90er Jahre war der monatliche Mietpreis bei einer schönen 2-Zimmer-Wohnung angekommen und damit das Maß so voll, daß wir uns eine Strafanzeige wegen Wuchers überlegt haben. Als Rettungsanker erwies sich damals ein Mitglied, das noch gar nicht so lange dabei war, sich aber in den Kopf gesetzt hatte, den Geiern des Bundesvermögensamtes zu entkommen und den Verein wieder auf die Beine zu bringen. Nach über einem Jahr des Suchens wurde er in Gmund an der Kreuzstraße fündig. Neben den behördlichen Hindernissen waren da aber auch die Bedenken der Nachbarn, Grundstücksanlieger und Jäger. Aber es ist dann doch gelungen, alle zufriedenzustellen bzw. zu beruhigen.Und nur etwa zwei Jahre nach dem Umzug ist auch der letzte Kritiker verstummt. Der Vermieter ist der Wirt vom Gasthof Kreuzstraße, der sich in vieler Hinsicht als großzügig und entgegenkommend erwies. Mitte Oktober 1997 hat alles begonnen (mit dem Graben der Wasserleitung) und Ende November 1997 war der Umzug abgeschlossen. Mit einer Feier unter dem Motto „der letzte macht´s Licht aus“ haben wir 29.11.97 dem alten Vereinsgelände adieu gesagt.

Neben dem Turnierhundesport, der unter dem erwähnten „Rettungsanker“ eine nie dagewesene Blüte erlebte, wurde jetzt auch Agility im Verein etabliert. Hier mussten erst die nötigen Geräte gekauft werden , was nach den erheblichen finanziellen Belastungen des Umzugs nicht gleich möglich war. Im Mai 2002 war auch dieses Ziel erreicht. Somit verfügen die Hundefreunde Oberland nunmehr über einen der größten und schönsten Übungsplätze in Oberbayern oder vielleicht sogar Bayern und sind einer der mitgliederstärksten Vereine.
Und während sich in vielen Vereinen die „Hupfer“(was heute durchaus nicht mehr abwertend gemeint ist) mit den Schutzhundesportlern (der Name wurde übrigens zeitgemäß geändert und heißt jetzt Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde -VPG) nicht vertragen, hilft man sich zu jeder Zeit über alle „Spartengrenzen“ hinweg, trainieren die drei verschiedenen Sparten THS, Agility und VPG zeitgleich am Platz und auch in der Vorstandschaft geht es in allen Funktionen durch alle Sparten.

Was den „Hupfern“ ihre Geräte sind, das ist den VPG-Sportlern ihr Helfer. Das Glück war uns auch hier hold. Aus den eigenen Reihen gabs einen talentierten Nachwuchs, der ein Händchen für Hunde hat und sich mit großem Interesse in allen Bereichen des VPG-Sports weiterbildet. Inzwischen ist er sogar schon auf der Deutschen Meisterschaft als Schutzdiensthelfer gefragt.

Hundefreunde Oberland e.V.

Navi-Adresse:

Buchenweg 1
83703 Gmund

Kontakt email

Handy: 0171/9914617

 

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